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Bernkastel Alte Römerstraße Nr. 3 u. 4 |
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| Alte Römerstr. 3 und 4 |
Im Jahr 1908 mit Beihilfe des Rhein. Vereins für Denkmalpflege und Heimatschutz wiederhergestellt. Geschoßbildung, Höhe, Breite und Brandmauern wie bei Nr. 4. In jedem der drei Fachwerkgeschosse eine Vierfenstergruppe in flach vortretendem Rahmen, die durch Scheibenfriese, Flechtwerk und ähnliche Motive mit stärker als gewöhnlich ausgearbeitetem Grund geschmückt sind; der Schmuck erstreckt sich auch auf die Pfosten unterhalb der Fenstergruppen.
Der zweiteilige Giebel ist geschweift und trägt einen Knauf von durchbrochener Arbeit. Das Fachwerk weist im übrigen geschweifte Streben, ausgeschnittene Kopfdreiecke und Rosetten in den Brüstungsfeldern auf. Es ist eines der reichsten Beispiele dieser Bauweise, die sich ähnlich in den Häusern Markt Nr. 3 und Nr. 5 und im Nachbarhaus Nr. 4 zeigt (alle aus der Mitte des 17. Jh.).
Die beiden Häuser sind ein Beispiel für den Moselländischer Baustil
Typisch für mittelalterliche Hauser an der Mosel sind 1 - 1 1/2 gemauerte untere Stockwerke. Erst darüber beginnt das Fachwerk. Dabei ist oft zu beobachten, daß man ab dem zweiten Stock nach außen gebaut hat, weil der Boden zu teuer war.
Bei vielen Fachwerkhäusern sieht man aufgerauhte Balken, zumeist Eichenholz. Sie dienten dazu, daß der Verputz besser an den Wänden haftete. Dieser war nötig, um die Bedingungen der Feuerversicherung zu erfüllen. Fachwerkhäusern mit glatten Balken waren früher nicht verputzt und deshalb nicht feuerversichert.
Auch sogenannte Traljen findet man noch in Bernkastel-Kues. Es sind Gitterstäbe, welche vor Fenstern angebracht sind, da der Besitzer des Hauses dort kein Fensterrecht, sondern nur ein Licht- und Luftrecht besitzt. Er darf sich also zum Beispiel nicht aus dem Fenster lehnen.
Quelle: Mittelmosel Touristik & Werbung GmbH
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