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Die Entstehung von Bernkastel

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Burgruine Landshut 1998

Im Jahre 340 oder 341 nach Christi Geburt besuchte Maximin, Bischof von Trier, die von Papst Julius nach Rom einberufene Synode.

Da bei seiner Abreise von Trier Kaiser Constanz nach der Niederlage und dem Untergang seines Bruders Constantin noch nicht in Trier residierte und den Bischöfen für den Augenblick die Staatswagen noch nicht zu Diensten standen, legte Maximin mit seinem Mitbruder Martinus von Mainz diesmal die Reise nach Rom zu Fuß zurück.

Als die beiden in der Liebe Christi vereinigten Männer einst in die Nähe eines Castells kamen, ging der hl. Martinus dort hinein, um den nötigen Speisevorrat für die Weiterreise zu kaufen.

Den heiligen Maximin ließ er zurück, damit er den ihr Gepäck tragenden Esel bewache. Es überwältigte aber den heiligen Mann die Ermüdung, und er fiel in einen tiefen Schlaf.

Siehe, da kam aus dem nahen Wald ein Bär herbeigelaufen, der den Esel ergriff, mit sich fortschleppte, und verzehrte.

Als nun Martinus zurückkehrte und den heiligen Maximin aufgeweckt hatte, rief er ihm zu: ,,Bruder Maximinus! Was hast du gemacht!" Dieser erwiderte: ,Vom Schlafe übenwältigt, habe ich mein Haupt ein wenig niedergelegt." ,,Wo hast du denn den Esel!" fragte jener. ,,Ich weiß es nicht", war die Antwort.

Da zeigte ihm der heilige Martinus die davoneilende Bestie, welche den Esel bereits zerrissen hatte. Maximinus aber rief das Tier herbei und befahl ihm im Namen Jesu Christi und sagte zu ihm: ,,Komm und folge mir! Warum hast du so böse gehandelt und den Esel nicht geschont, der uns unsere Sachen getragen! Ich befehle dir, dasselbe zu tun, was jener tat!"

Und er lud ihm die Last auf, welche bisher der Esel zu tragen gewohnt war. Der Bär tat, wie ihm befohlen und folgte den beiden gehorsam bis zu den Schwellen des heiligen Petrus. Nachdem sie hier ihr Gebet andächtig verrichtet und die Reliquien der Heiligen verehrt hatten, kehrten sie bis zu dem Orte, welcher Urseria villa genannt wird, zurück und mit ihnen der Bär. Da sagte Maximin zu diesem: ,Gehe nun hin, wohin du willst und mache, daß du niemandem Schaden zufügst."

Das Stadtwappen von Bernkastel zeigt einen an einer Kette befestigten Bären, der eine mit einem Kreuz bezeichnete Last trägt.

Ist dem so, dann hat der Ort zu Anfang des 4. Jahrhunderts noch nicht existiert und war noch ganz unbedeutend, indem sonst der Bischof nicht zu dem Castell auf der Höhe des Berges hinaufgestiegen wäre, um den nötigen Bedarf an Lebensmitteln zu kaufen.

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